FAQ (Häufig gestellte Fragen)
Fragen
Kann ich die in NEXTRA® generierten Daten zu Prüf- und Testzwecken verwenden?Was muss beim Aufbau bzw. der Erweiterung der Bauteilbibliothek beachtet werden?
NEXTRA® unterstützt eine ganze Reihe von Prozessoren wie z.B. für Allegro, Expedition und Visula. Besteht somit die Möglichkeit, NEXTRA® gewissermaßen als Cross-Converter zu nutzen, um beispielsweise Daten aus Visula in die Boardstation oder aus Expedition nach Allegro zu exportieren?
In welchem Umfang unterstützt NEXTRA® die CAE-Integration?
Können existierende Design Rule Checks von NEXTRA® übernommen werden?
Welche Vorteile bietet NEXTRA® für das Design von Flex-Boards?
Welche Formate können für den Import von Daten aus M-CAD-Systemen empfohlen werden?
Wie ist die Integration von NEXTRA® in E-CAD-Systeme gelöst?
Wie ist die Integration von NEXTRA® in M-CAD-Systeme gelöst?
In wie weit unterstützt NEXTRA® das Layout von Micro-Vias?
In wie weit unterstützt NEXTRA® die MID-Technologie?
Ist es möglich, in NEXTRA® Multi-Layer-Boards zu entwickeln?
Welche Funktionalität bietet NEXTRA® im Hinblick auf das Routen?
Welchen Funktionsumfang bietet NEXTRA® hinsichtlich des Schaltungsbildes?
Welche Mindestanforderungen sollten von der Hardware-Seite gewährleistet sein?
Gibt es eine Lizenz von NEXTRA® mit eingeschränktem Funktionsumfang?
Was ist der Unterschied zwischen IDF und NEXTRA®?
Antworten
Frage: Kann ich die in NEXTRA® generierten Daten zu Prüf- und Testzwecken verwenden?Antwort: NEXTRA® generiert ein detailgetreues, dreidimensionales Modell eines beliebigen elektrischen Schaltungsträgers - konventionelle PCBs, Flex-Boards und MIDs -, das für konstruktive, analytische und fertigungsrelevante Untersuchungen genutzt werden kann. In Kooperation mit Partnern bieten wir einen Workflow, in dem diese Daten direkt an analytische Werkzeuge übergeben werden können.
Frage: Was muss beim Aufbau bzw. der Erweiterung der Bauteilbibliothek beachtet werden?
Antwort: NEXTRA® benutzt beim Einlesen von PCB-Layoutdaten die zweidimensionale Kontur von Bauteilelementen. Ist ein Höhenwert für eine Komponente angegeben, so wird ein Block mit der gegebenen Kontur sowie der Höhe automatisch erzeugt. Darüber hinaus können 3D-Geometrien für Bauelemente hinterlegt werden, die dann automatisch statt der Blockgeometrie geladen werden. Die Erzeugung der 3D-Geometrien für Bauelemente erfolgt in NEXTRA® durch den Komponenteneditor, der mit Hilfe eines Erstellungsassistenten durch Angabe weniger charakteristischer Parameter (z.B. Anzahl Pins, Rastermaß, Beinchenform, Gehäuseform und Gehäuseabmessungen) Standardbauelemente erzeugt. Weiterhin kann dieser Komponenteneditor auf eine bestehende EDA-Bibliothek zugreifen und existierende 2D-Bauelement-Informationen lesen und für Bauelemente hinterlegte charakteristische Parameter (Zahl und Position der Pins, Kontur) benutzen, um den Bauelemente-Erstellungsprozess noch weiter zu vereinfachen. Des Weiteren liefern wir eine Bibliothek von 3D-Gehäusegeometrien mit NEXTRA® aus. Wir führen Gespräche mit namhaften Herstellern von Bauelementen, um MECADTRON-Kunden zukünftig auch Nicht-Standard-Komponenten aus dem elektromechanischen Bereich als 3D-Geometrien zur Verfügung stellen zu können. Als Dienstleistung bieten wir einen Subskription-Service für diese Bibliothek an.
Frage: NEXTRA® unterstützt eine ganze Reihe von Prozessoren wie z.B. für Allegro, Expedition und Visula. Besteht somit die Möglichkeit, NEXTRA® gewissermaßen als Cross-Converter zu nutzen, um beispielsweise Daten aus Visula in die Boardstation oder aus Expedition nach Allegro zu exportieren?
Antwort: Ja, das ist grundsätzlich möglich. Diese Cross-Converter-Funktionalität ergibt sich gewissermaßen als Nebeneffekt durch den hohen Grad der Integration von NEXTRA® in die führenden E-CAD-Systeme. Mehr dazu finden Sie auch unter dem Stichwort Integration E-CAD.
Frage: In welchem Umfang unterstützt NEXTRA® die CAE-Integration?
Antwort: NEXTRA® unterstützt die meisten Formate aus Schematic-Systemen und ermöglicht auch die Forward- und Back-Annotation. Konkret heiß das, dass Stromlaufpläne eingelesen und Änderungen auch an das Schematic-System zurückgegeben werden können. Die Funktionalität Pin-Swap/Gate-Swap ist bereits integriert und wird in Kürze auch über die Benutzeroberfläche verfügbar sein.
Frage: Können existierende Design Rule Checks von NEXTRA® übernommen werden?
Antwort: Bereits definierte Parameter für Design Rule Checks können aus bestehenden E-CAD-Systemen und/oder -Bibliotheken übernommen und in NEXTRA® verändert werden. Sämtliche Design Rule Checks wie konventionelle Abstand-Checks oder Kollisionsprüfungen zwischen beliebigen Konstruktionselementen werden an Hand der tatsächlichen 3D-Geometrie durchgeführt.
Frage: Welche Vorteile bietet NEXTRA® für das Design von Flex-Boards?
Antwort: In NEXTRA® können Sie eine ebene Kontur mit beliebigen Biegeradien, -winkeln und -achsen biegen. Das Layout von Flex-Boards findet in NEXTRA® in ihrem tatsächlichen geometrischen Einbauzustand, also im gebogenen Zustand statt. Das heißt, Sie arbeiten mit einem exakten 3D-Modell des Schaltungsträgers und haben jederzeit die Kontrolle über mögliche Kollisionen. Einzelne Flächen können in unterschiedlichen Modi dargestellt werden, z. B. Wire Frame oder schattiert. Jederzeit verfügbar ist eine zweidimensionale Abwicklung des 3D-Flex-Modells, über die auch die Ausgabe von Gerberdaten organisiert wird.
Frage: Welche Formate können für den Import von Daten aus M-CAD-Systemen empfohlen werden?
Antwort: Ohne Einschränkungen empfehlenswert ist das Format STEP (AP 203 und AP 214, AP 210 in Vorbereitung) sowie die nativen Formate Catia V4/V5, ProE und Parasolid-Daten mit den jeweiligen Konvertern.
Frage: Wie ist die Integration von NEXTRA® in E-CAD-Systeme gelöst?
Antwort: Die Integration in die führenden EDA-Systeme von Mentor Graphics, Cadence und Zuken erfolgt über Schnittstellen für Netzliste, Bibliotheken, Autorouter und 2D-Layout. Das bietet Ihnen die Möglichkeit, mit NEXTRA® auch bereits bestehende Entwicklungsprozesse um die neuen Funktionalitäten für das 3D-Layout zu erweitern. Sie können zu jedem Zeitpunkt des Layoutprozesses aus Ihrem EDA-System nach NEXTRA® wechseln und Daten wieder an das 2D-PCB-System zurückgeben.
Frage: Wie ist die Integration von NEXTRA® in M-CAD-Systeme gelöst?
Antwort: Die Integration in zahlreiche mechanische CAD-Systeme wie etwa Catia, ProEngineer, Unigraphics, SolidWorks, Parasolid, Acis, IGES und STEP erfolgt über offene oder systemspezifische Schnittstellen. Für den Import von Dateien aus dem M-CAD können wir das Format STEP (AP 203 und AP 214; AP 210 in Vorbereitung) ohne Einschränkungen empfehlen.
Frage: In wie weit unterstützt NEXTRA® das Layout von Micro-Vias?
Antwort: NEXTRA® unterstützt Durchgangsvias, Stacked- und Buried-Vias in beliebiger Größe.
Frage: In wie weit unterstützt NEXTRA® die MID-Technologie?
Antwort: Die in NEXTRA® realisierte Technologie ist in ihrem Kern auf die anspruchsvolle elektro-mechanische Konstruktion von dreidimensionalen Schaltungsträgern ausgerichtet, die auch über Freiformflächen verfügen können. Das Verschieben von Bauteilen erfolgt beispielsweise unter Berücksichtigung der tatsächlichen Geometrie des Schaltungsträgers. Für die MID-Technologie bieten wir NEXTRA® in einem speziellen Modul an. In der so genannten Technologie-Datenbank dieses Moduls werden spezielle MID-Design Rule Checks berücksichtigt, die unternehmensspezifisch erweitert werden können.
In Kooperation mit der LPKF Laser & Electronics AG stellt MECADTRON im MID-Modul von NEXTRA® ein direktes Interface zur Laser-Direkt-Strukturierung (LDS) von LPKF zur Verfügung.
Frage: Ist es möglich, in NEXTRA® Multi-Layer-Boards zu entwickeln?
Antwort: NEXTRA® unterstützt die Arbeit mit Single- oder Multi-Layern. Der Layer-Anzahl ist keine Grenze gesetzt. Bei der Bord-Kontur selbst benötigt NEXTRA® exakte Daten, beim Bohren und Fräsen sind Toleranzen zulässig. Toleranzen im Sinne von mitgeführten Attributen können integriert werden. Unerheblich ist es auch, welche Bauelemente-Technologie (oberflächenkontaktiert/durchkontaktiert) zum Einsatz kommt. Für das Layout steht Ihnen ein 3D-Modell mit der tatsächlichen Geometrie des Schaltungsträgers zur Verfügung, eingeschlossen die exakte Ausdehnung der einzelnen Lagen wie beispielsweise die Kupfergeometrie. Für den Gerber-Output generiert NEXTRA® separierte Lagen.
Frage: Welche Funktionalität bietet NEXTRA® im Hinblick auf das Routen?
Antwort: Sie können in NEXTRA® manuell und auch automatisch routen. NEXTRA® bietet Schnittstellen zu den Autoroutern Specctra, Electra, Preditor und AutoActive. Interaktives Routen ist auf beliebigen Schaltungsträgern wie Standard-PCB (Single- und Multi-Layer), Flex-Boards und MIDs möglich.
Frage: Welchen Funktionsumfang bietet NEXTRA® hinsichtlich des Schaltungsbildes?
Antwort: NEXTRA® erstellt das Schaltungsbild aus den bauteilspezifischen Footprints, den entflochtenen Leiterbahmen, Vias, Kupferflächen und Versorgungsebenen. Das Schaltungsbild kann über konventionelle Ausgaben wie Gerber oder in vollständiger Geometrie an M-CAD-Systeme übergeben werden.
Frage: Welche Mindestanforderungen sollten von der Hardware-Seite gewährleistet sein?
Antwort: Mit NEXTRA® lässt sich problemlos auf PCs arbeiten, die über folgende Minimal-Ausstattung verfügen: INTEL Pentium III/AMD XP > 1GHZ, 512 MB Arbeitsspeicher, 300 MB freier Festplattenspeicher, CD-ROM-Laufwerk. Flaschenhals bei der Arbeit im 3D-Bereich ist immer die Grafik, wir empfehlen deshalb den Einsatz einer hochwertigen Grafik-Karte mit OpenGL-Hardwarebeschleunigung. Standardmäßig erfolgt die Installation auf Windows NT/2000/XP, auf Anfrage bieten wir auch weitere Betriebssysteme an.
Frage: Gibt es eine Lizenz von NEXTRA® mit eingeschränktem Funktionsumfang?
Antwort: Wir bieten ein „View Only“-Modul von NEXTRA® an, das es ermöglicht, Daten aus dem M-CAD und aus dem E-CAD zusammenzuführen, um beispielsweise Kollisions-Checks oder EMV- und Thermo-Analysen durchzuführen. Mehr dazu finden Sie auch unter dem Stichwort Analyse/Simulation. Sollte für Ihre Anforderungen die reine Erstellung eines detailgetreuen, dreidimensionalen Modells der jeweiligen Schaltungsträger ausreichend und keinerlei Layout-Funktionalität erforderlich sein, unterbreiten wir Ihnen gern ein Angebot.
Frage: Was ist der Unterschied zwischen IDF und NEXTRA®?
Antwort: IDF ist ein Dateiformat für den Austausch von Daten zwischen ECAD und MCAD-Systemen. NEXTRA® hingegen ist ein Anwendungssystem, das die Funktionalitäten von ECAD und MCAD-Systemen in einem System bereitstellt. IDF (IDF 2.0 und IDF 3.0) ist dafür geschaffen worden, die Leiterplattenkontur, Bauelemente, Bohrungen und verschiedene konstruktionsspezifische Bereiche zwischen den beteiligten ECAD und MCAD-Systemen zu übertragen. Elektrisch relevante Informationen der Leiterplatte wie Leiterbahnen, Löaugen, Durchkontaktierungen, Netze und den Leiterplattenaufbau hingegen werden von IDF nicht berücksichtigt. Aber selbst wenn in einem Dateiaustauschformat diese Information Berücksichtigung finden sollte, wie das in STEP AP210 oder IDF 4.0 gemacht wurde, wäre weder ein 3D-MCAD-System noch ein 2D-ECAD-System in der Lage, die vollständige Information aus diesem Dateiformat zu verarbeiten, da diese jeweils prinzpbedingt entweder nur den dreidimensional geometrischen oder den zweidimensional geometrisch und elektrischen Teil der Information verarbeiten können. Nur NEXTRA® ist in der Lage ein vollständiges elektrisches und dreidimensionales Modell eine Leiterplatte zu erzeugen und dies in einer 3D-Umgebung geometrisch und elektrisch korrekt zu bearbeiten.
